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From Futura to the Future International Letterpress Workers

From Futura to the Future. International Letterpress Workers (c) Museum für Druckkunst Leipzig

Ausstellung im Museum für Druckkunst in Leipzig 

vom 4. Oktober bis 15. November

Eröffnung: 1. und 2. Oktober 2020, jeweils 17 bis 20 Uhr

Die Ausstellung From Futura to the Future International Letterpress Workers zeigt rund 300 Werke von internationalen Typograf*innen, Grafikdesigner*innen, Kalligraf*innen und Steindrucker*innen, die ganz in der Tradition des Bauhauses die Typografie als Mittel der Information, des Designs und der Kunst einsetzen. weiterlesen

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Zwischen Morsecode und digitaler Fonttechnologie

Abbildung 1: Hellschreiber von Siemens Halske Modell 24a=32 aus dem Jahre 1941
Quelle: ©2008 Frank M.G. Dörenberg, N4SPP
www.nonstopsystems.com/hell.htm

Teil 4: Der Hellschreiber

Die Abkürzung TELEX steht für TeleprinterExchange und bezeichnet den Austausch von Textnachrichten über Fernschreiber auf Telefonleitungen mittels des standardisierten Zeichensatzes nach Murray-ITA-2 (siehe Teil 3 dieses Blogbeitrags). In Deutschland lief seit 1928 ein Testbetrieb, bevor das Telex-Netz im Jahre 1933 endgültig eingeführt wurde. Mit der Erfindung des Hellschreibers durch Dr. Ing. Rudolf Hell kreuzen sich zwei bis dahin unabhängige Technologien, Faxsimile und Telex zu einer neuen Symbiose. Ein kleiner Schritt für die Telekommunikation wird zu einem ersten Schritt in eine digitale Schriftkultur. Mit dieser Bedeutung für die Geschichte der digitalen Schriftkultur blieb der Hellschreiber bisher weitgehend unbeachtet.

Seit Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern im 15. Jahrhundert bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, prägen die in Blei gegossenen Drucktypen die Schriftkultur in unseren Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und im Akzidenzdruck. Die im 19. Jahrhundert sich neu entwickelnde Informationsverbreitung über Morsetelegrafie, Drucktelegrafen und Fernschreiber reduzierte das Alphabet bis zur Erfindung des Hellschreibers auf codierte Zeichensätze. Das bedeutet konkret, dass die telegrafische Fernübertragung von Texten, einschließlich der Fernübertragung zur Ansteuerung von TTS-Setzmaschinen, ausschließlich über die Adressierung der dazu erforderlichen Schriftzeichen erfolgte. Das grafische Aussehen dieser Zeichen bleibt in den Anfängen der Morse-Telegrafie bedeutungslos, denn die ersten Telegrafisten mussten die Nachrichten manuell transkribieren. Als die Telegrafie dann später über Drucktelegrafen von Gerät zu Gerät erfolgt, bestimmt die Drucktype des Empfangsgerätes das Schriftbild. Im maschinellen Bleisatz sind es die Matrizen in den Magazinen der TTS-Bleisetzmaschinen und beim Fernschreiber sind es deren Typenhebel, die das Schriftbild materiell speichern. Erst mit dem Hellschreiber werden erstmals die Schriftbilder der Buchstaben telegrafiert. Der Hellschreiber schlägt eine Brücke zwischen Faksimile-Technik und Fernschreiber. weiterlesen

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Wilde Zeiten – Fotografien von Günter Zint

Demonstration auf dem Berliner Kurfürstendamm nach dem Attentat auf Rudi Dutschke, Ostern 1968″ © Günter Zint

Günter Zint versteht sich als politischer Fotograf, er gilt als Vorreiter eines sozial engagierten und aufklärerischen Bildjournalismus der jungen Bundesrepublik. Im Mittelpunkt stehen Motive aus dem Hamburger St.-Pauli-Kiez sowie Fotos der Studenten-, Friedens- und Anti-Kernkraft-Bewegung. Viele seiner Fotografien haben sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt, darunter die Aufnahme der Beatles vor dem Hamburger Star-Club oder die Bilder protestierender Studenten in Berlin und Paris.
„Wilde Zeiten“ ist eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Günter Zint und dem Deutschen Zeitungsmuseum. Die Ausstellung läuft noch bis 27. September 2020. Der Eintritt ist frei!

Quelle: Stiftung Saaländischer Kulturbesitz

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Workshop-Angebot im Druckladen des Gutenberg-Museum

Mit der Wiedereröffnung des Gutenberg-Museums Mitte Mai öffnete auch der Druckladen wieder seine Türen und bot das beliebte, museumspädagogische Programm an. Nach den Sommerferien finden dort jetzt auch wieder die beliebten Workshops statt. In intensiven zweitägigen Kursen werden durch das Personal der museumspädagogischen Abteilung des Gutenberg-Museums oder durch eingeladene Fachleute, Handwerker*innen, Künstler*innen und Gestalter*innen Fertigkeiten rund um das Buch und das Drucken vermittelt.

Das Programm startet Ende September mit dem Workshop „Nur Makulatur? Von der unfreiwilligen Schönheit des Scheiterns“. Die Kursleiterinnen Gundela Kleinholdermann und Gisela Winterling, beide langjährige Druckladen-Mitarbeiterinnen, vermitteln dabei kreatives Schreiben und Drucken. weiterlesen

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