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Von Flugblättern und Tageszeitungen

Abbildung 1: Flugblatt mit Abbildung eines Krokodils, Salvator Flaminio, Holzschnitt mit Typendruck, 1563, Frankfurt am Main. Quelle: Sammlung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek
Eine Virtuelle Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums, Leipzig

»Zur Geschichte des Zeitungsdrucks« heißt die neue virtuelle Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek. Sie überträgt die Ausstellung »370 Jahre Zeitungsdruck in Leipzig« in die Online-Welt und wurde zusammen mit der Deutschen Digitalen Bibliothek realisiert.

Die Ausstellung umfasst den Zeitraum von den Vorläufern der Zeitung – den Flugblättern der frühen Neuzeit – bis zur heutigen Tagespresse im digitalen Umfeld. Sie spannt den Bogen von der ersten Tageszeitung der Welt, die 1650 von dem Leipziger Verleger Timotheus Ritzsch veröffentlicht wurde, bis hin zu den drucktechnischen Innovationen der Industrialisierung. weiterlesen

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Informationen zum Blog

Internationaler Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte e.v.

Der Blog Druck- und Mediengeschichte ist ein Blog des Internationalen Arbeitskreises Druck- und Mediengeschichte e.V. (IADM).

Die Blog-Beiträge zur Druck- und Mediengeschichte sollen dazu beitragen, das Bewusstsein am immateriellen UNESCO Kulturerbe der Druckkunst lebendig zu halten und die technikvermittelten Spuren unserer Medienkultur freizulegen. Ein Klick in das links oben befindliche Menüsymbol führt zu den unterschiedlichen Kategorien, unter denen die Beiträge zu finden sind.

Seit der Erfindung der beweglichen Letter durch Johannes Gutenberg und der Druckkunst des Bilderdrucks durch Albrecht Dürer ist der Druck in Europa über Jahrhunderte die alleinige Kulturtechnik zur Vervielfältigung und Verbreitung von Text und Bild durch wenige Spezialisten gewesen. Mit der Industrialisierung, dem Aufkommen der Fotografie und der Telegrafie in der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelt sich die Druckgeschichte zur Mediengeschichte. Unter dem zunehmenden Einfluss der elektronischen Bildmedien und des Computers konvergieren Printmedien und elektronische Medien zum universalen Kommunikationsmedium Smartphone und Tablet-Computer. Was einst spezialisierte Druckkunst war, die nur wenige beherrschten, wurde zu einer Kulturtechnik für alle.

Die technikvermittelten Spuren dieser bis heute nachwirkenden historischen Entwicklung haben Einzelpersonen, Gruppen, staatliche Institutionen, Wissenschaft und Organisationen der Wirtschaft durch gesellschaftliche Diskurse und Handlungen erst ermöglicht. Druck- und Mediengeschichte ist vom Wandel dieser Diskurse und ihrer Akteure nicht loslösbar. Im Dialog mit der Kulturgeschichte des Druckens und der Medien kann die Bedeutung der technischen Konvergenz der Einzelmedien für die Kultur unserer Gegenwart ermessen werden .

Die Darstellung und Aufdeckung der Interdependenzen zwischen den historisch erreichten Technikentwicklungen einerseits und den daran anknüpfenden innovativen Ideen der Akteure andererseits macht sich dieser Blog zur Aufgabe. Ganz wesentlich dabei ist die Beschreibung der Ungleichzeitigkeit zwischen zukunftsweisenden Inventionen und tatsächlich stattgefundener gesellschaftlicher Innovation. Mangelnde Anschlussfähigkeit an die historischen Diskurse der Akteure spielen dabei oftmals eine entscheidende und zuweilen tragische Rolle.

Der technikkulturelle Wandel hat in der Druck und Mediengeschichte immer auch einen sozialen Wandel bei den produzierenden Akteuren nach sich gezogen. Stichworte wie ‘Druckindustrie 4.0’ oder ‘Arbeit 4.0’ zeigen, dass sich daran bis heute nicht viel geändert hat. Gleichwohl gibt es keine monokausale determinierende Kraft, die als ‘unbewegter Beweger’ weder den vermeintlichen technischen ‘Fortschritt’ noch den Weg in die Kulturlosigkeit vorzeichnet. Geschichte ist blind , sie kennt kein Ziel und wird von Menschen gemacht.

Dieser Blog wendet sich an alle Medienschaffenden, Druckhistoriker, Studierende im Bereich Medien, Mitarbeiter in Druck- und Technikmuseen, Initiatoren von historischen Druckwerkstätten der Druckkunst und der künstlerischen Druckverfahren des Bilderdrucks, sowie an alle Interessierte der Druck- und Mediengeschichte.

Der Blog dient dem Austausch von Informationen, dem Dialog mit den Lesern des Blogs und der Möglichkeit zur Vernetzung.

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„Q’s“ im Gutenberg-Museum erlauben exklusive Einblicke


Alles dreht sich ab 10. Oktober um das „Q“ in der Pop-up-Ausstellung im Gutenberg-Museum.

Das Gutenberg-Museum präsentiert die Pop-up-Ausstellung „Mein Lieblingsbuchstabe ist das Q. Gerhard Steidl“ aus Anlass der Verleihung des Gutenberg-Preises 2020 an den renommierten Drucker und Verleger. Pandemiebedingt findet keine Vernissage statt. Die Sonderausstellung ist ab Samstag, 10. Oktober 2020 geöffnet und bis einschließlich 29. November 2020 im Gutenberg-Museum zu sehen.

In dieser Ausstellung geht es um das Geheimnis von Schrift und Schriftkultur. Ihre ganze Schönheit zeigen Buchstaben noch immer am besten in gedruckten Büchern oder  Plakaten. Hier herrscht ein Formenreichtum und eine Vielfalt, die auf elektronischen Lesegeräten mit ihren standardisierten und vorinstallierten Schriften nicht zu haben ist. weiterlesen

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Zeichen setzen für die Schwarze Kunst

Nach der feierlichen Unterzeichnung die Akteur*innen von links nach rechts: Dr. Jürgen Franssen, Dr. Roger Münch, Dr. Harry Ness, Dr. Annette Ludwig, Dr. Susanne Richter, Dr. Mechthild Haas und Eckehart Schumacher-Gebler .

Der „Mainzer Impuls“ wurde im Gutenberg-Museum Mainz besiegelt

Mainz. Aufmerksamkeit für den Erhalt der Gutenbergschen Technologie schaffen und das technische Know-How für zukünftige Generationen sichern, das sind die Kernziele des „Mainzer Impulses“. Denn mit der Digitalisierung des Druckwesens geht das Wissen rund um die traditionelle Drucktechnik immer mehr verloren. Es gibt nur noch wenige Fachleute, die im Stempelschnitt, im Schriftguss oder im Schriftsatz ausgebildet werden. Der „Mainzer Impuls“ fordert die Politik und alle Interessierten dazu auf, die Institutionen, die für den Erhalt der traditionellen Handwerkstechnik kämpfen, ideell, strukturell und finanziell zu fördern, damit man auch noch in 100 Jahren wie einst Gutenberg drucken kann.

Kulturpolitisches Gewicht erhält die Initiative der Direktorin des Gutenberg-Museums durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz, Michael Ebling, sowie durch die Kulturdezernentin Marianne Grosse, die den „Mainzer Impuls“ heute, 30.09.2020, gemeinsam mit der Direktorin des Museums, Dr. Annette Ludwig, unterzeichnet haben. Unterstützt wird der Aufruf zur Erhaltung des Gutenbergschen Erbes durch die Vertreter*innen von Institutionen der „Schwarzen Kunst“, von denen corona-bedingt heute nur einige dabei sein und ihre Unterschrift direkt unter das Dokument setzen konnten: Dr. Susanne Richter (Direktorin des Museums für Druckkunst, Leipzig), Dr. Roger Münch (Direktor des Deutschen Zeitungsmuseums, Wadgassen), Dr. Mechthild Haas (Leiterin Graphische Sammlung mit Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren des Hessischen Landesmuseum, Darmstadt), Eckehart SchumacherGebler (Offizin Haag Drugulin, Dresden), Dr. Jürgen Franssen (1. Vorsitzender des Vereins für die Schwarze Kunst e.V., Heidelberg); Dr. Harry Ness (Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises für Druck- und Mediengeschichte). weiterlesen

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From Futura to the Future International Letterpress Workers

From Futura to the Future. International Letterpress Workers (c) Museum für Druckkunst Leipzig

Ausstellung im Museum für Druckkunst in Leipzig 

vom 4. Oktober bis 15. November

Eröffnung: 1. und 2. Oktober 2020, jeweils 17 bis 20 Uhr

Die Ausstellung From Futura to the Future International Letterpress Workers zeigt rund 300 Werke von internationalen Typograf*innen, Grafikdesigner*innen, Kalligraf*innen und Steindrucker*innen, die ganz in der Tradition des Bauhauses die Typografie als Mittel der Information, des Designs und der Kunst einsetzen. weiterlesen

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