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IADM-Jahrestagung 2022 16. bis 19. Juni 2022 in Eichstätt Der Stein des Senefelder: ein druckgeschichtliches Kulturerbe

Das Tagungsprogramm

Donnerstag, 16. Juni 2022

Ankunft und Unterbringung in optionierten Zimmern: Gästehaus St. Walburg – Marienhaus, Walburgiberg 6, Eichstätt. Buchung bis spätestens 1. Mai 2022: gaestehaus.kloster.st.walburg@bistum-eichstaett.de oder Tel.: 08421/ 98870. Bitte die Buchung unter dem Kennwort: „IADM“ vornehmen. Bitte unbedingt beachten: Die Buchung im Gästehaus St. Walburg ist noch keine Anmeldung zur Tagung! Eine verbindliche Anmeldung zur Tagung erfolgt erst durch Überweisung der Teilnahmegebühr bis spätestens 07. Juni 2022 auf das Konto des IADM (siehe unten)

Unterbringung nach eigener Wahl: Touristinformation, Domplatz 8, Telefon: 08421/ 6001-408 weiterlesen

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Willkommen auf dem Blog des IADM e.V.

Internationaler Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte e.v.

Ziele und Zielgruppen

Der Blog Druck- und Mediengeschichte ist ein Blog des Internationalen Arbeitskreises Druck- und Mediengeschichte e.V. (IADM). Der Zweck des Vereins ist es, die Erforschung der Druck- und Mediengeschichte zu fördern.

Dieser Blog wendet sich an alle Medienschaffenden, grafischen und typografischen Druckkünstler*innen, Initiatoren von historischen Druckwerkstätten der Druckkunst, Druckhistorike*innen, Studierende im Bereich Medien, Mitarbeiter*innen in Druck- und Technikmuseen sowie an alle Interessierte der Druck- und Mediengeschichte.

Die Blog-Beiträge zur Druck- und Mediengeschichte sollen dazu beitragen, das Bewusstsein am Immateriellen UNESCO Kulturerbe der künstlerischen Drucktechniken und der Buchbinderkunst lebendig zu halten und die technikvermittelten Spuren unserer Medienkultur freizulegen. Wir schlagen die Brücke von der vor 600 Jahren begonnenen europäischen Geschichte des Buchdrucks und der Kunst der Druckgrafik in eine medialen Gegenwart mit Computern, Digitalfotografie und Digitaldruck.

Allen grafisch- und typografisch arbeitenden Druckkünstler*innen möchte der Blog ab Oktober 2021 die Möglichkeit geben, sich selbst mit ihren Projekten, Einzelarbeiten und verwendeten Drucktechniken auf dem Blog zu präsentieren, sofern sie Mitglied im IADM sind. Den ebenfalls im IADM organisierten Druckwerkstätten, Druck- und Technikmuseen gibt der Blog die Möglichkeit, mit Hinweisen auf angebotenen Dienstleistungen oder auf Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten ihre Öffentlichkeitsarbeit zu ergänzen.

In zahlreichen grafischen und typografischen Druckwerkstätten transformieren heute Druckkünstler*innen traditionelle Satz- und grafische Drucktechniken des Hochdrucks, der Lithografie, der Radiertechniken und der Serigrafie mit den innewohnenden Möglichkeiten zur Ruhe, Besinnung und Bewahrung des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes der künstlerischen Drucktechniken in unsere hektisch gewordene digitale Gegenwart.

Der technikkulturelle Wandel hat in der Druck und Mediengeschichte immer auch einen sozialen Wandel bei den produzierenden Akteuren nach sich gezogen. Stichworte wie ‘Druckindustrie 4.0’ oder ‘Arbeit 4.0’ zeigen, dass sich daran bis heute nicht viel geändert hat. Gleichwohl gibt es keine monokausale determinierende Kraft, die als ‘unbewegter Beweger’ weder den vermeintlichen technischen ‘Fortschritt’ noch den Weg in die Kulturlosigkeit vorzeichnet. Geschichte ist blind , sie kennt kein Ziel, aber sie wird von Menschen gemacht.

Druck- und Mediengeschichte in der Gegenwartskultur

Seit der Erfindung der beweglichen Letter durch Johannes Gutenberg und der Druckkunst des Bilderdrucks durch Albrecht Dürer ist der Druck in Europa über Jahrhunderte die alleinige Kulturtechnik zur Vervielfältigung und Verbreitung von Text und Bild durch wenige Spezialisten gewesen. Mit der Industrialisierung, dem Aufkommen der Fotografie und der Telegrafie in der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelt sich die Druckgeschichte zur Mediengeschichte. Unter dem zunehmenden Einfluss der analogen Fotografie, der elektronischen Bildreproduktionstechnik und schließlich des Computers und des Internets konvergieren Printmedien und elektronische Medien zum universalen digitalen Kommunikationsmedium. Smartphone, Tablet-Computer und Digitaldruck gehören zu einer Kulturtechnik für Alle. Was dabei einst spezialisierte Druckkunst war, hat auf dem Wege einer ‘digitalen Vergesellschaftung’ das Bewusstsein ihrer analogen Herkunft verloren.

Die technikvermittelten Spuren dieser bis heute nachwirkenden historischen Entwicklung haben Einzelpersonen, Gruppen, staatliche Institutionen, Wissenschaft und Organisationen der Wirtschaft durch gesellschaftliche Diskurse und Handlungen hervorgebracht. Druck- und Mediengeschichte ist vom Wandel dieser Diskurse, ihrer Akteure und den hervorgebrachten Artefakten nicht loslösbar. Erst im technik- und kulturgeschichtlichen Rückblick der sich getrennt voneinander entwickelnden analogen Reproduktion von Text, Druckgrafik und Bild kann die Bedeutung der technischen Konvergenz der Einzelmedien zu ihrer nur scheinbaren Homogenität in der Digitalität für die Kultur unserer Gegenwart ermessen werden .

Die Darstellung und Aufdeckung der Interdependenzen zwischen den historisch erreichten Technikentwicklungen einerseits und den daran anknüpfenden innovativen Ideen der Akteure andererseits macht sich dieser Blog zur Aufgabe. Ganz wesentlich dabei ist die Beschreibung der Ungleichzeitigkeit zwischen zukunftsweisenden Inventionen und tatsächlich stattgefundener gesellschaftlicher Innovation. Mangelnde Anschlussfähigkeit an die historischen Diskurse der Akteure spielen dabei oftmals eine entscheidende und zuweilen tragische Rolle.

Jetzt Mitglied im IADM e.V. werden.

Wenn Sie Mitglied im IADM e.V. werden möchten, genügt schon eine kurze E-Mail an:

Goebel@deutsches-zeitungsmuseum.de

Informationen zum IADM e.V. finden Sie hier: https://www.arbeitskreis-druckgeschichte.de/

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Tag der Druckkunst am 15. März 2022

Offene Frühlingswerkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums Mainz

Der Druckladen des Gutenberg-Museums bietet zum „Tag der Druckkunst“ am 15. März von 9 bis 17 Uhr künstlerische Druckangebote und fachkundig begleitetes Drucken an historischen Druckpressen für Liebhaberinnen und Liebhaber der schwarzen Kunst an.
Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Seitdem findet immer am 15. März der „Tag der Druckkunst“ statt. In einer Vielzahl von Veranstaltungen wird rund um diesen Tag bundesweit und teilweise sogar im europäischen Ausland eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe ist. Auch der Druckladen des Gutenberg-Museums ist dieses Jahr wieder dabei!

Im Fachbereich des Druckladens erwacht der Frühling: Frühlingskarten mit Naturmaterialien und Frühlingstexte stimmen auf die lebendige Jahreszeit ein. Unter fachkundiger Anleitung unserer Mitarbeitenden entstehen mit verschiedenen Drucktechniken künstlerisch-kreative Druckerzeugnisse. Zum Einsatz kommt die Technik des Bürstenabzugs – dabei werden die Besucher:innen an den Handabzugspressen in die Geheimnisse der schwarzen Kunst eingeweiht.

 

Geeignet ist das Angebot für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Kosten: 5/4 Euro Werkstattbeitrag

(Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de).

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Anett Göthe, Kuratorin
Tel. 06131 / 12 26 40, E-Mail: gutenberg-museum@stadt.mainz.de

Martina Illner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 06131 / 12 26 79, E-Mail: martina.illner@stadt.mainz.de

 

 

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„Erlesenes auf Papier“ – Die 17. BuchDruckKunst findet vom 1. bis 3. April 2022 im Hamburger Museum der Arbeit statt

Tita do Rêgo Silva. Foto: Klaus Raasch 

Messen, auch kleine, brauchen einen gewissen Vorlauf. Klaus Raasch, der seit Juni 2016 die Durchführung der einmal jährlich stattfindenden Messe verantwortet, hat allen Unwägbarkeiten zum Trotz frühzeitig mit den Planungen zur 17. BuchDruckKunst-Messe begonnen, hat das Messemagazin konzipiert und gestaltet und ein Vorwort geschrieben, ohne sicher sein zu können, ob am Ende wirklich alles gut geht …

Die Messe findet statt! Seit über zwanzig Jahren ist die BuchDruckKunst die Messe für „Erlesenes auf Papier“. Wer Schönes & Schräges, Traditionelles und Experimentelles, Erschwingliches und Exklusives auf Papier sucht, wird in Hamburg-Barmbek mit Sicherheit fündig. Die Aussteller erläutern den Besuchern gerne ihre Werke, die während der Messe nicht nur betrachtet, sondern auch erworben werden können.

Zudem demonstrieren Fachleute des Graphischen Gewerbes in den Druckwerkstätten des Museums der Arbeit den historischen Hand- und Maschinensatz, Buch-, Stein- und Tiefdruck sowie die Produktion von Holzbuchstaben. Die Herstellung von handgeschöpftem Papier und die handwerkliche Verarbeitung dieses sinnlichen Materials dürfen dabei nicht fehlen. Dabei dürfen die Besucher nicht nur zuschauen, sondern oft sogar selbst Hand anlegen!

Die Ausstellerzahl ist begrenzt. 60 gleichsam handverlesene Künstlerinnen und Künstler sind es, darunter alte Bekannte wie auch Neulinge. Begegnen kann man etwa Tita do Rêgo Silva (Hamburg), Valeria Brancaforte (Barcelona), Barbara Beisinghoff (Die gläserne Libelle, Diemelstadt), Toni Kurz (Edition Thurnhof, Horn/Österreich), Marc Berger (Edition Schwarzdruck, Gransee), Christian Ewald (Katzengraben-Presse Berlin-Köpenick), Eckehart SchumacherGebler (Offizin Haag-Drugulin, Dresden), Svato Zapletal (Hamburg), Dr. Wolfram Benda (The Bear Press, Bayreuth) und vielen weiteren spannenden Künstlerinnen und Künstlern.

Als Gäste sind mit dabei die Büchergilde Hamburg, die Meister der Einbandkunst, Catharina Sonn Kaaren und Nathan Kaaren mit nightcloudpaper, die Firma Schmedt, Studio Trashline sowie Günther Wilhelm, der sich seit über 20 Jahren in Ludwigshafen mit historischen Fototechniken, den sogenannten Edeldruckverfahren, beschäftigt.

Die Neuentdeckung und künstlerische Nutzung von fotografischen Druckverfahren (z.B. Lichtdruck, Cyanotypie etc.) steht auch im Mittelpunkt des auf handschmeichlerisches Naturpapier gedruckten Messe-Magazins. Das Umschlagmotiv für 2022 gestaltete Thomas Marutschke als Vektorgrafik in seinem Studio Trashline. Genaues Hinschauen lohnt sich, denn in der Grafik ist allerlei versteckt …

Das Magazin ist weit mehr als nur ein Ausstellerverzeichnis. Es enthält fünf lesenswerte Beiträge und viele Abbildungen von Exponaten. Als besonderes Schmankerl ist dieser Ausgabe zusätzlich eine sechsseitige, ausklappbare Beilage mit Typografiken von Klaus Raasch eingeheftet, gedruckt auf einem Original Heidelberger Zylinder. Motto: Hereinspaziert! Ein typografischer Cirkus.

Hereinspaziert! heißt es auch, wenn die Messe am Freitag, den 1. April um 17 Uhr eröffnet wird. Das Magazinbuch ist im Eintrittsgeld enthalten.

Öffnungszeiten:

Freitag, 1. April: 17 bis 21 Uhr

Samstag, 2. April: 10 bis 18 Uhr

Sonntag, 3. April: 10 bis 17 Uhr

Anschrift: Museum der Arbeit. Wiesendamm 3, 22305 Hamburg Barmbek

Informationen zur Messe:

https://buchdruckkunst.com/die-messe/

Messe-Magazin:

BuchDruckKunst. Erlesenes auf Papier. Magazin zur Messe 2022. 96 S., viele Abb., fadengeheftete Klappenbroschur, 17×24 cm. 6 € (plus Versandkosten).

Außerdem erscheint zur BuchDruckKunst 2022 die Vektorgrafik von Thomas Marutschke als Ultrachromeprint in feinster Auflösung auf Büttenkarton, Motivformat 48×34 cm, Papierformat 59,4×42 cm, signiert und nummeriert.

Bestellungen hier: https://shop.klaus-raasch.de/?s=BuchDruckKunst+2022&post_type=product weiterlesen

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Sonderausstellung des Gutenberg-Museums zeigt Druckgrafiken des 20. Mainzer Stadtdruckers Tobias Gellscheid

“Nocturne”, (Tobias Gellscheid, 2015) © Gutenberg-Museum/Tobias Gellscheid

 

„Road to Nowhere – Druckgrafiken von Tobias Gellscheid“  heißt die neue Ausstellung, die pnademiebedingt jetzt erst am 19. Januar 2022 eröffnet wurde. Diese Schau zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch das Werk des von 2018 bis 2019 amtierenden Mainzer Stadtdruckers und ist von 20. Januar bis 22. Mai 2022 zu sehen.

Der renommierte Mainzer Stadtdruckerpreis ist mit einer Einzelausstellung im Gutenberg-Museum verbunden und würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Druckgrafik. Die Arbeiten Gellscheids fokussieren sich auf die Popkultur als Phänomen der westlichen Nachkriegsgesellschaften und konzentrieren sich dabei auf deren ursprünglichste Präsenz in den 1950er und 1960er Jahren. Dabei sind Holz- und Linolschnitt sowie der Holzstich die bevorzugten technischen Medien des 1983 geborenen Künstlers.

Der in Pößneck geborene Gellscheid erlernte in Flensburg das Handwerk der Holzbildhauerei und arbeitete bis zu seinem Studium an der Kunsthochschule Burg Giebrichstein in Halle (Saale) als freischaffender Holzbildhauer und später als Restaurator. Im Jahr 2015 absolvierte er auf der Burg sein Diplom bei Prof. Thomas Rug in der Studienrichtung Grafik.

Nachdem das Gutenberg-Museum eine Auswahl der Werke von Tobias Gellscheid auf der art KARLSRUHE in einer spannenden Kabinett-Ausstellung präsentiert hat, freut sich Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig nun eine Auswahl des Gesamtwerks des Künstlers im Gutenberg-Museum zeigen zu können:

„Dass wir nun auch aktuellste Arbeiten des Künstlers präsentieren können, die während der Pandemie entstanden sind, empfinde ich als besondere Bereicherung.“

Pandemiebedingt kann nur eine begrenzte Anzahl an Gästen teilnehmen. Aus diesem Grund ist eine Anmeldung per Mail unter besuch.gm@stadt.mainz.de oder telefonisch unter 06131 / 12 3411 erforderlich. Der Besuch ist nur unter Vorlage eines 2 G-Nachweises möglich.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Annette Ludwig, Direktorin,
Tel. 06131 / 12 26 40, E-Mail: gutenberg-museum@stadt.mainz.de Martina Illner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 06131 / 12 26 79, E-Mail: martina.illner@stadt.mainz.de weiterlesen

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In Mainz gedruckte Noten erober(te)n die Welt. Verlängerung der Ausstellung bis 9. Januar 2022

Quelle: Gutenberg-Museum Mainz

Nach dreimaliger coronabedingter Verschiebung und Neuorganisation konnte die schon für 2020 geplante Sonderausstellung „Noten für die Welt“ am 15. Juli eröffnet werden. Aufgrund des großen Besucherinteresses wurde jetzt entschieden, die Ausstellung bis 9. Januar 2022 zu verlängern. Mit der Schau, die einen Bogen spannt von den Neumen des Mittelalters bis hin zu den Notationen des 20. und 21. Jahrhundert, würdigt das Gutenberg-Museum das 250-jährige Jubiläum des Mainzer Schott-Verlags, das 2020 feierlich begangen werden sollte. Die Schau gibt mit einem Abriss der Notationsgeschichte  einen Überblick über wichtige Stationen der 250-jährigen Geschichte des Schott-Verlages, der 1770 von Bernhard Schott in Mainz gegründet wurde und heute als einer der ältesten und traditionsreichsten Musikverlage der Welt gilt.

Vor 250 Jahren gründete Bernhard Schott 1770, dem Geburtsjahr Ludwig van Beethovens, in Mainz den Schott-Verlag, der heute zu den ältesten und traditionsreichsten Musikverlagen der Welt zählt. Gezeigt werden neben Highlights aus dem Archiv des Schott-Verlags hochkarätige Leihgaben aus dem Germanischen Museum Nürnberg und der Bayrischen Staatsbibliothek. weiterlesen

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