Artikel

Material und Bewegung erscheinen in neuem Licht

Das Gutenberg-Museum präsentiert Projekt „Raum-Licht“ in seinem bauhaus.labor im Innenhof


Eröffnung am Aschermittwoch, 26. Februar, 19 Uhr

Völlig neue Erfahrungen von Material, Licht und Bewegung verspricht die Präsentation „Raum-Licht“ von Anika Rosche, die das Gutenberg-Museum von Mittwoch, 26. Februar, bis Sonntag, 22. März, im „bauhaus.labor“ im Innenhof zeigt.

In der Präsentation „Raum-Licht“ lassen verschiedene Materialien Lichtspiele entstehen, die zu einem Film geschnitten und über zwei Beamer auf Wand und Boden projiziert werden. Ausgehend von dem „Licht-Raum Modulator“, mit dem der Bauhaus-Meister Lázló Moholy-Nagy (1895 -1946) abstrakte, schwarz-weiße Bildprojektionen schuf, entsteht so ein räumlich erlebbarer farbiger Licht-Raum, der die Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Material und Raum reflektiert. read more

Artikel

Industriekultur und visuelle Bildkultur in der Mediengeschichte

Ein Beitrag zur Sonderausstellung „Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900“ im Museum für Druckkunst in Leipzig

Mahlmannstraße, Fabrik für ätherische Öle Rudolf Lauche, 1920 (c) Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Fotoatelier Hermann Walter
Von der typografischen Buchkultur zur visuellen Bildkultur

Das Land Sachsen hat das Jahr 2020 zum Jahr der Industriekultur ausgerufen. 500 Jahre sächsische Industriekultur. Aus diesem Anlass veranstaltet das Museum für Druckkunst in Leipzig vom 08.03. bis zum 28.06.2020 eine Sonderausstellung zum Thema „Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900.“

Fotografie und Druckkunst, das ist auch ein Stück Mediengeschichte, denn mit der Fotografie beginnt die Wende von der typografischen Buchkultur zur visuellen Bildkultur, von der Dominanz des Textes zur Dominanz des Bildes. Die Bildkultur der Fotografie ist selbst ein Kind der Industriekultur. read more

Artikel

Gutenberg-Museum macht auf der „art Karlsruhe“ Druck

Unter dieser doppeldeutigen Überschrift bewirbt das Gutenbergs-Museum Mainz seine Präsenz auf der Karlsruher Kunstmesse „art Karlsruhe“ für Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Die Messe findet vom 13.02. bis 16. 02. 2020 auf dem Messegelände in Karlsruhe statt. Sie bietet mit ihren jährlich 50 000 Besucherinnen und Besuchern mit mehr als 200 Ausstellern ein umfangreiches Angebot von Galerieprogrammen über One-Artist-Shows bis zu einem vielseitigen Rahmenprogramm.

Gegenwart(skunst) nimmt das Gutenberg-Museum mit seiner Präsentation wörtlich. Mit einem „Druckladen“ können von den Besuchern der Messe unter Anwesenheit fachkundlicher Anleitung Postkarten mit den Insignien des Bauhauses eigenständig bedruckt werden. Der Druck der Postkarte macht auf die bis einschließlich 22. März 2020 verlängerte aktuelle Sonderausstellung des Gutenberg-Museums in Mainz zum 100. Geburtstag des Bauhauses aufmerksam. Die Ausstellung – „ABC Avantgarde-Bauhaus-Corporate Design“ ist der zentrale Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz zum Bauhaus Jubiläumsjahr. read more

Artikel

Druckindustrie 4.0 oder der Tunnelblick in die Technikgeschichte

Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Druckindustrie 4.0, Schule 4.0…, eigentlich kann man es nicht mehr hören, überall, wo es um Digitalisierung geht, taucht sie fast zwangsläufig auf – die 4.0.

Vier Punkt Null verweist auf die vierte industrielle Revolution, in der wir uns derzeit befinden sollen. Worin die anderen drei bestanden haben, darüber findet man bei 4.0 nur wenig.

Dieser Blogbeitrag erläutert, was sich hinter der Metapher „4.0“ verbirgt. Es wird zu Beginn der Frage nachgegangen, von welchem Modell der Technikgeschichte hier ausgegangen wird. In einem zweiten Schritt stellt der Beitrag diesem Technikmodell die Grundzüge eines alternativen Modells der Druck- und Mediengeschichte gegenüber. read more

Artikel

(Im)Possible Futures: Symbiose zwischen Bleisatz und Kunst

Schon der Name ist Programm: In der Galerie und Buchdruckwerkstatt Christoph Dürr entfalten sich traditioneller Bleisatz und die künstlerischen druckgrafischen Verfahren zu einer einzigartigen Symbiose zwischen gedrucktem Text und manueller künstlerischer Arbeit.

Mit dem neuesten Projekt zur Zukunft der Freiheit wird die Brücke zwischen der traditionellen Kultur der Drucktechnik einerseits und der Gegenwartskultur andererseits geschlagen. Traditioneller Bleisatz und künstlerische Druckverfahren fungieren in dieser Projektidee als Vermittler zwischen der Erinnerung an ein noch nicht eingelöstes aufklärerisches Postulat der Freiheit einerseits und der auf Relativierung der Freiheit angelegten Wirklichkeit unserer Gegenwartskunst andererseits. read more

Artikel

Bilderdruck als Druckkunst

An den Umstand, dass Drucken und Kunst einmal in enger Verbindung gestanden haben, daran erinnert das heute noch weithin bekannten Synonym für „Drucken“ als „Schwarze Kunst“. Hinzu kommt die Erinnerung an die seit 1740 verbriefte Begrüßung der Zunftgenossen der Buchdrucker-, Schriftsetzer und Lithografen mit „Gott grüß‘ die Kunst“, auf den mit „Gott grüße sie“ zu antworten war. Mit der „Schwarzen Kunst“ ist nicht Magie oder Zauberei moderner Technologien gemeint, sondern die schwarze Druckfarbe, die zur Einfärbung von Druckformen verwendet wurde, um das Bild meist einfarbig auf Papier zu vervielfältigen. Farbig wurden die gedruckten Bilder der Frühzeit erst durch nachträgliche manuelle Einfärbung, später auch durch andere druckgrafische Verfahren, die in diesem Beitrag erläutert werden. read more

Artikel

Tag der Druckkunst 2020

Tag der Druckkunst 2020: Drucken + Kunst = Druckkunst

Am 15. März 2020 findet bundesweit zum zweiten Mal der Tag der Druckkunst statt, um auf die Bedeutung des immateriellen UNESCO-Kulturerbes der Künstlerischen Drucktechniken aufmerksam zu machen.

„Gedruckte Text- und Bildmedien sind seit mehr als 500 Jahren Teil der europäischen Kultur und Wissensgesellschaft. In Deutschland stehen Johannes Gutenberg und Albrecht Dürer stellvertretend für die Anfänge dieser Innovation.“[1]

Zugleich stehen diese beiden Namen für eine kulturgeschichtlich gewachsene Doppeldeutigkeit des Kunstbegriffs. Diese Doppeldeutigkeit reflektiert dieser Beitrag. read more

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.