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Internationaler Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte e.v.

Der Blog Druck- und Mediengeschichte ist ein Blog des Internationalen Arbeitskreises Druck- und Mediengeschichte e.V. (IADM).

Die Blog-Beiträge zur Druck- und Mediengeschichte sollen dazu beitragen, das Bewusstsein am immateriellen UNESCO Kulturerbe der Druckkunst lebendig zu halten und die technikvermittelten Spuren unserer Medienkultur freizulegen.

Seit der Erfindung der beweglichen Letter durch Johannes Gutenberg und der Druckkunst des Bilderdrucks durch Albrecht Dürer ist der Druck in Europa über Jahrhunderte die alleinige Kulturtechnik zur Vervielfältigung und Verbreitung von Text und Bild durch wenige Spezialisten gewesen. Mit der Industrialisierung, dem Aufkommen der Fotografie und der Telegrafie in der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelt sich die Druckgeschichte zur Mediengeschichte. Unter dem zunehmenden Einfluss der elektronischen Bildmedien und des Computers konvergieren Printmedien und elektronische Medien zum universalen Kommunikationsmedium Smartphone und Tablet-Computer. Was einst spezialisierte Druckkunst war, die nur wenige beherrschten, wurde zu einer Kulturtechnik für alle.

Die technikvermittelten Spuren dieser bis heute nachwirkenden historischen Entwicklung haben Einzelpersonen, Gruppen, staatliche Institutionen, Wissenschaft und Organisationen der Wirtschaft durch gesellschaftliche Diskurse und Handlungen erst ermöglicht. Druck- und Mediengeschichte ist vom Wandel dieser Diskurse und ihrer Akteure nicht loslösbar. Im Dialog mit der Kulturgeschichte des Druckens und der Medien kann die Bedeutung der technischen Konvergenz der Einzelmedien für die Kultur unserer Gegenwart ermessen werden .

Die Darstellung und Aufdeckung der Interdependenzen zwischen den historisch erreichten Technikentwicklungen einerseits und den daran anknüpfenden innovativen Ideen der Akteure andererseits macht sich dieser Blog zur Aufgabe. Ganz wesentlich dabei ist die Beschreibung der Ungleichzeitigkeit zwischen zukunftsweisenden Inventionen und tatsächlich stattgefundener gesellschaftlicher Innovation. Mangelnde Anschlussfähigkeit an die historischen Diskurse der Akteure spielen dabei oftmals eine entscheidende und zuweilen tragische Rolle.

Der technikkulturelle Wandel hat in der Druck und Mediengeschichte immer auch einen sozialen Wandel bei den produzierenden Akteuren nach sich gezogen. Stichworte wie ‚Druckindustrie 4.0‘ oder ‚Arbeit 4.0‘ zeigen, dass sich daran bis heute nicht viel geändert hat. Gleichwohl gibt es keine monokausale determinierende Kraft, die als ‚unbewegter Beweger‘ weder den vermeintlichen technischen ‚Fortschritt‘ noch den Weg in die Kulturlosigkeit vorzeichnet. Geschichte ist blind , sie kennt kein Ziel und wird von Menschen gemacht.

Dieser Blog wendet sich an alle Medienschaffenden, Druckhistoriker, Studierende im Bereich Medien, Mitarbeiter in Druck- und Technikmuseen, Initiatoren von historischen Druckwerkstätten der Druckkunst und der künstlerischen Druckverfahren des Bilderdrucks, sowie an alle Interessierte der Druck- und Mediengeschichte.

Der Blog dient dem Austausch von Informationen, dem Dialog mit den Lesern des Blogs und der Möglichkeit zur Vernetzung.

Die folgenden Links enthalten aktuelle Informationen über Tagungen des IADM und anderer nahestehender Vereine, Veranstaltungshinweise von Druckmuseen und Blog-Beiträge zu Museumausstellungen und Aktivitäten von Druckwerkstätten

Tagungen

Die Internationale Arbeitsgemeinschaft Druck- und Mediengeschichte (IADM) lädt zu ihrer diesjährigen Jahrestagung 2020 nach Frankfurt ein.

Programm zur Jahrestagung des Forums BildDruckPapier 2021 in Dresden.

Der Verein für die Schwarzen Kunst lädt zu seiner Jahrestagung 2020 ein.

Blog-Beiträge zu MuseumsAusstellungen…

Blogbeitrag zur Ausstellung Das Auge des Fotografen im Museum für Druckkunst in Leipzig bis September 2020.

Über außergewöhnliche Zeiten während der Corona-Zeit im Museum für Druckkunst in Leipzig schreibt Dr. Susanne Richter.

Workshop-Angebote im Druckladen des Gutenberg-Museums in Mainz

Das Gutenberg Museum in Mainz zeigt eine Ausstellung mit dem Titel Von der Keilschrift zum Emoji

Ab dem 31.07.2020 bietet das Gutenberg-Museum immer freitags um 12 Uhr eine öffentliche Führung durch das Gutenberg-Museum an. Für die Teilnehmer*innen ist die Führung kostenlos, ein besonderes Angebot für alle Gäste in Corona-Zeiten.  
Die Museumsführung beginnt mit einer Druckvorführung an der rekonstruierten Presse in der Gutenberg-Werkstatt und gibt einen Überblick über weitere, ausgewählte Highlights des Museums. Für die Führung ist keine Anmeldung erforderlich. Da die Zahl der Teilnehmenden derzeit auf 9 Personen beschränkt ist, können die Besucher*innen sich vor Ort in eine Liste eintragen.

Das Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen erinnert an die Mondlandung vor 50 Jahren mit einer Ausstellung zu diesem Medienereignis.

Wilde Zeiten – Fotografien von Günter Zint im Zeitungsmuseum Wadgassen. Günter Zint gehört zu den Vorreiter eines sozial engagierten und aufklärerischen Bildjournalismus der jungen Bundesrepublik.

…Und Druckwerkstätten

Li Portenlänger arbeitet seit 2019 an einem Zyklus von Lithographien nach zeichnerischen Entwürfen Pedettis. Sie setzte diesen Zyklus 2020 fort und stellt ihre neuen Werke in der Ausstellung „Nachlese mit Pedetti“ vor. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 18. September 2020 statt und sie läuft bis zum 4. Oktober 2020 im Lithographischen Kabinett der Lithographie-Werkstatt Eichstätt. Druckkunst und Kunst in der Lithographie-Werkstatt Eichstätt


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